Es wurde dann sogar Anfang Mai. Die Übernahme meines neuen Fahrzeugs gestaltet sich, wie ich es von den vorherigen Verbrennern kannte. Genaue Einschulung in die Bedienung des Elektroautos.

Aber es gibt doch kleine Unterschiede: Der wesentlichste ist natürlich, dass unter dem Tankdeckel kein Benzin oder Dieselgeruch ausströmt, dafür aber der Ladeanschluss versteckt ist.

Unter der Motorhaube ist etwas mehr Platz, fallen doch einige Dinge weg, die man sonst von den Verbrennern kennt. Zum Beispiel der Kontrollstab für das Motoröl. Überhaupt braucht man eigentlich keine Kontrollen im Motorraum durchzuführen.

Ein Punkt war dann aber ganz anders. Ich wurde gefragt, ob ich die beiliegende Ladekarte gleich aktivieren möchte, sie würden das bürokratische gleich für mich erledigen. Vom Kartenanbieter würde dann bei der ersten Abrechnung eine Einrichtungsgebühr von 25 Euro abgebucht.

Nachdem ich mir Bürokratie gerne abnehmen lasse, habe ich zugestimmt und die Kreditkarte auf den Tisch gelegt. Zwei Minuten später war alles erledigt, und wir haben noch kurz über Elektroautos und die Zukunft philosophiert.

Dann durfte ich losdüsen. Oder viel mehr losgleiten. Aber soll ich jetzt eine Runde fahren oder gleich ins Büro? Ich fühle mich sofort wohl in meinem neuen Cockpit. Eigentlich, wenn ich vom fehlenden Motorengeräusch absehe, wie immer. Okay, es ist neu und hat neue Assistenzsysteme und Automatiken und was weiß ich noch alles. Aber es ist letztlich immer noch ein Auto. So wirklich anders ist das Fahren nicht. Also fahre ich doch gleich ins Büro.

Am Wochenende ist auch noch Zeit, das Auto ausführlich zu testen…

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  • Datum: 20 Mai, 2022