Urlaub 2021. Die dritte Etappe steht an. Am Tag vor der Heimfahrt wollen wir nochmals bei dem bewährten Schnelllader am Parkplatz bei Lucca laden. Zum einen wollen wir ohnehin dort essen gehen, zum anderen ist der Akku nach einer Woche in der Toskana recht leer geworden. Gerade 30 Kilometer Restreichweite zeigt die Anzeige im Auto an – 5 davon benötigen wir bis Lucca.

Aber da wir den Schnelllader ja kennen und wissen, dass er funktioniert, stresst uns das gar nicht. Und außerdem habe ich auf der App gesehen, dass keine 5 Kilometer weiter bei einem Supermarkt 8 Schnelllader sein sollen. Was soll da schon schief gehen?

Erraten: Der Schnelllader ist belegt. Aber wir sind früh dran, also fahren wir zum Supermarkt. Dann können wir noch schnell für die Fahrt zum letzten Zwischenstopp in Meran Proviant einkaufen.

Dort angekommen stellen wir erst einmal fest, dass die 8 Schnelllader nicht ganz stimmen. Also es sind schon 8 Ladepunkte. 5 davon sind allerdings reine AC-Ladepunkte mit 22 kW. So viel Zeit wollen wir jetzt auch nicht im Supermarkt verbringen – immerhin wären das ja über 4 Stunden bis zum benötigten Ladezustand. Die verbleibenden 3 Ladepunkte sind dann wieder an der uns schon bekannten italienischen Ladesäule. Also 1 x CHAdeMO, 1 x CCS und 1 x Typ 2 Wechselstromladen.

Aber es steht ja zum Glück kein einziges Fahrzeug zum Laden da. Nach unserer Erfahrung mit dem italienischen Ladenetz bleibt meine Freundin noch bei uns am Auto, bis ich das Laden gestartet habe. Und das war eine gute Entscheidung. Ich hätte sonst vermutlich die Ladestation kurz und klein geschlagen. Es kommt nämlich wieder eine Fehlermeldung. Mit Nummer. Damit man auch sicher nicht weiß, was die Ursache ist. Und das auch die nächsten fünf Versuche.

Ich überlasse mein Smartphone meiner Freundin und drehe mich ab. Vielleicht hat sie besseren Einfluss auf die Ladestation. Aber nachdem sie kurz darauf auch zu fluchen anfängt – was ich von ihr überhaupt nicht kenne – atme ich tief durch und drehe mich wieder zu ihr.

Wir beschließen, nun doch zu dem Parkplatz zu fahren. Mit Glück ist inzwischen ein Platz frei. Ansonsten gehen wir eben vorher Essen. Und wenn meine Mädels Eis essen, kann ich ja zum Laden gehen…

Irgendwie war es schon vorhersehbar, dass wir kein Glück haben würden. Also erst essen gehen. Und nachdem unsere Kleine am Ende des Essens unruhig wird, gehe ich schon mal mit ihr zum Auto. Der Schnelllader ist laut App nun frei. Also umparken, anstecken, App starten. Der erste Versuch scheitert – die App sagt „Verbindungsproblem“. Aber in diesem Fall hilft Neustarten der App. Und dann bekomme auch ich ein Eis.

Und mit dem Eis geht es dann wieder zurück zum Auto. Knapp 45 Minuten nach dem Starten des Ladevorgangs haben wir etwas über 80% des Akkus geladen. Und damit kommen wir am nächsten Tag locker bis zum nächsten Schnelllader. Und das ist der Schnelllader, bei dem wir bei der Fahrt vom Gardasee her geladen haben. Mit den 6 Ladestellen…

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  • Datum: 12 August, 2022